WIE VIELE ZIMMERTYPEN GIBT ES?
Heute stellen wir Ihnen ein sehr interessantes Thema vor, bei dem es immer wieder zu großer Verwirrung kommt: Welche Zimmertypen gibt es in der Hotellerie? Sicher haben Sie schon einmal als Gast auf verschiedenen Online-Buchungsportalen nach einer Unterkunft gesucht und dabei unterschiedliche Zimmertypen gefunden: Standardzimmer, Duplexzimmer, Suite, Junior Suite, Twin-Zimmer. Haben Sie sich aber jemals gefragt, worin die Unterschiede bestehen und warum es so viele verschiedene Typen gibt? Genau deshalb möchte ich hier für etwas Klarheit sorgen.
Die richtige Terminologie hilft Gastgebern und Hoteliers sehr dabei, die für jedes Zimmer angebotenen Leistungen und Preise festzulegen. Außerdem vermittelt sie Ihren Gästen eine klarere Vorstellung davon, welches Zimmer sie für ihren Aufenthalt wählen können.
Hotelzimmer lassen sich in drei große Kategorien einteilen:
- nach der Anzahl der Schlafplätze;
- nach der Raumaufteilung und den enthaltenen Leistungen;
- nach der Art des Bettes;
Unabhängig davon, ob Sie einen Beherbergungsbetrieb im Hotelgewerbe oder außerhalb der Hotellerie führen, sollten Sie festlegen, welcher Kategorie Sie angehören möchten.
Die erste Einteilung ist recht intuitiv. Das Zimmer wird anhand der Anzahl der Schlafplätze bezeichnet. So gibt es das Einzelzimmer mit einem Schlafplatz, der mit einem Einzel- oder Doppelbett ausgestattet sein kann; das Doppelzimmer für zwei Personen mit zwei getrennten Einzelbetten oder einem Doppelbett; das Dreibettzimmer für bis zu drei Personen mit drei Einzelbetten oder einem Doppelbett und einem Einzelbett; und schließlich das Vierbettzimmer für bis zu vier Gäste mit zwei Doppelbetten, zwei Einzelbetten (in der Regel als Etagenbett) und einem Doppelbett oder vier Einzelbetten, also zwei Etagenbetten (letztere Variante wird üblicherweise in Hostels genutzt).
Kommen wir nun zu der Einteilung, die von den meisten Beherbergungsbetrieben verwendet wird, nämlich nach Raumaufteilung und den enthaltenen Leistungen. Dabei unterscheiden wir bis zu fünf verschiedene Zimmertypen.
Der erste und am weitesten verbreitete Zimmertyp ist das Standardzimmer. Es ist nicht besonders groß und bietet grundlegende Leistungen wie die Reinigung, ein eigenes Bad und Ausstattung wie einen Fernseher. Der Preis liegt natürlich in einem günstigeren Bereich. Wenn der Betrieb es ermöglicht, können zusätzliche Leistungen hinzugebucht werden.
Danach folgt das Superior-Zimmer. Dieser Zimmertyp ist etwas größer als das Standardzimmer und bietet zusätzlich zu den Grundleistungen eine schönere Aussicht, einen Balkon, eine Badewanne oder einen größeren Fernseher.
Das Deluxe-Zimmer unterscheidet sich hingegen sowohl durch die angebotenen Leistungen als auch durch die größere Fläche. Es bietet dem Gast mehr Komfort. Neben dem eigentlichen Zimmer gibt es oft einen vorgelagerten Bereich, der als Eingangsbereich dient. Außerdem bietet es eine bessere Aussicht, vielleicht auf das Meer oder eine schöne Berglandschaft. Üblicherweise bietet es Platz für eine dreiköpfige Familie oder ein Paar. Besonders aufmerksame Gäste finden auch das Doppelzimmer Deluxe, das sich lediglich durch die Größe des Doppelbetts unterscheidet, das in diesem Fall King-Size-Größe hat.
In der weiteren Einteilung finden wir die SUITE. Dieser Zimmertyp unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Hotelzimmer nicht nur durch die angebotenen Leistungen, sondern auch durch seine Größe und die Anzahl der Räume. Eine Suite besteht in der Regel aus zwei Bereichen, die den Schlaf- und Wohnbereich voneinander trennen. Außerdem verfügt sie über ein größeres, komfortableres Bad und einen Außenbereich, in dem sich der Gast entspannen kann, etwa eine kleine Terrasse oder einen möblierten Balkon. Darüber hinaus kann es auch eine kleine Küchenzeile geben. Selbstverständlich sind die Grundleistungen immer enthalten; hinzu kommen Pflegeprodukte, Hausschuhe, ein Näh- oder Kosmetikset. Das Ziel ist stets, dem Gast während seines Aufenthalts größtmöglichen Komfort zu bieten – und dafür ist er bereit, etwas mehr auszugeben.
Die Junior Suite unterscheidet sich schließlich von der Suite lediglich durch ihre geringere Größe. Wie der Name schon vermuten lässt, verfügt sie ebenfalls über einen Wohn- und einen Schlafbereich, allerdings auf kleinerem Raum. Die Leistungen entsprechen im Allgemeinen denen, die wir bereits erwähnt haben.
Bis hierhin waren wir recht ausführlich, und viele von Ihnen könnten meinen, das Thema sei damit abgeschlossen. Tatsächlich gibt es aber noch eine weitere Kategorie, die wir genauer betrachten sollten. Diese Einteilung berücksichtigen sicherlich nur besonders sorgfältige Gastgeber, doch sie zeugt von zusätzlicher Aufmerksamkeit gegenüber den eigenen Gästen: die Klassifizierung der Zimmer nach Betttyp. Denn früher gab es lediglich den Unterschied zwischen Einzel- und Doppelbett, heute hat sich das völlig geändert. Neben einer guten Matratze wünschen sich Gäste die Möglichkeit, Kissen und Bettwäsche auszuwählen und auch über die Größe der Matratze zu entscheiden.
Heutzutage kann sogar die Bezeichnung eines Zimmers darüber entscheiden, ob Ihr Betrieb als altmodisch oder modern gilt. Das alte Doppelzimmer wird durch die Bezeichnung QUEEN-Zimmer ersetzt; das Doppelbett hat dabei Standardmaße. Danach kommt das KING-Zimmer, in dem das Bett ebenfalls ein Doppelbett ist, aber größer ausfällt – ideal für Gäste, die gern großzügig schlafen. Bis hierhin haben wir Begriffe vorgestellt, die im Alltag von Gastgebern und Hoteliers bereits vertraut sind. Doch damit ist es noch nicht getan. Das früher als Einzelzimmer bezeichnete Zimmer heißt nun TWIN-Zimmer: ein Zimmer mit zwei Einzelbetten, das jedoch von nur einem Gast belegt werden kann.
Für Beherbergungsbetriebe außerhalb der Hotellerie wie Ferienwohnungen oder B&Bs gibt es schließlich das STUDIO-Zimmer, das in der Regel mit einem eineinhalbbreiten Schlafsofa ausgestattet ist. Diese Bezeichnung wird inzwischen auch in Hotels verwendet.
Wir hoffen, dass wir uns kurz gefasst und einige Fragen geklärt haben. Denken Sie daran: Die Aufmerksamkeit für Ihre Gäste und deren Komfort muss immer an erster Stelle stehen. Lassen Sie daher die Wahl der Bettwäsche, der Matratze und des Zubehörs niemals dem Zufall überlassen – ganz gleich, wie das Zimmer bezeichnet wird, ob Queen- oder King-Size-Zimmer, Suite oder Standardzimmer. DENN IHRE ZUFRIEDENSTEN GÄSTE SIND IHRE GRÖSSTE LERNQUELLE. Vertrauen Sie stets den Worten eines großen Mannes unserer Zeit: Bill Gates.